Fragen zur Nebennierenkur

Kann ich die Nebennierenkur direkt VOR einer Schwangerschaft machen?

Ja, absolut! Es ist sogar eine tolle Vorbereitung und versorgt den Körper mit Nährstoffen. Gesunde Nebennieren wirken sich wunderbar auf die Fruchtbarkeit aus. Sobald eine Schwangerschaft eingetreten ist, sollte die weitere Durchführung der Nebennierenkur allerdings dringend mit einem Arzt besprochen werden. 

Kann ich die Nebennierenkur WÄHREND der Schwangerschaft machen?

Wer die Nebennierenkur in der Schwangerschaft oder Stillzeit durchführen möchte, sollte sich an einen erfahrenen Arzt oder Therapeuten wenden. Von der Auswahl der Lebensmittel her besteht keine Gefahr, allerdings sind die Mengen nicht für Schwangere und Stillende geeignet. Dies würde zu einer energetischen Unterversorgung von Mutter und Kind führen, was für die Nebennieren wieder Stress bedeutet. Deshalb ist es dringend anzuraten, die richtigen Mengenverhältnisse mit einem Arzt zu besprechen und die Nebennierenkur nicht ohne Absprache durchzuführen.

Wieso darf man während der Nebennierenkur keine Eier essen, aber Eiweiß ist ein Muss?

Eier sind ein häufiges Allergen oder werden in vielen Fällen nicht vertragen. Das Weglassen von Allergenen und schwerverdaulichen Substanzen ist eines der Ziele der Nebennierenkur. Deshalb wird auch auf Milchprodukte verzichtet, die an sich ja auch viel Eiweiß enthalten. 

Ist die Nebennierenkur bei Fruktoseintoleranz geeignet?

Die angegebenen und erlaubten Obstsorten zeichnen sich durch ein gutes Verhältnis von Fruktose und Glukose aus. Das Obst kann man allerdings auch weg lassen. Wer stark auf Fruktose reagiert, muss allerdings auch bei der Auswahl der erlaubten Gemüsesorten möglicherweise Abstriche machen. 

Ist die Nebennierenkur bei einer Histaminintoleranz geeignet?

Die Nebennierenkur ist nicht für Menschen mit Histaminintoleranz geeignet, da sie histaminhaltige Nahrungsmittel und Histaminliberatoren (Lebensmittel, die nur wenig Histamin enthalten, aber entweder die Histaminausschüttung im Darm begünstigen oder das DAO-Enzym blockieren können) enthalten. Deshalb sollte bei Histaminintoleranz die Kur im besten Fall in Verbindung mit einem Therapeuten durchgeführt werden.

Ich werde von den Portionen nicht satt oder verliere ungewollt Gewicht. Was kann ich tun?

Solltest du trotz aller Hauptmahlzeiten und Snacks in den vorgegebenen Mengen nicht satt werden oder ungewollt an Gewicht verlieren, dann kannst du pro Hauptmahlzeit die Zufuhr der Kohlenhydrate auf 5 Golfballgrößen erhöhen. Zusätzlich können Snacks bzw. Zwischenmahlzeiten zusätzlich eingeplant werden. Wenn das Verlangen nach „fettigen Mahlzeiten“ entsteht und deine Verdauung es gut verträgt, kannst du auch mehr Fette hinzufügen.

Ich habe mich an die Verzehrmengen gehalten, aber jetzt ungewollt zugenommen. Was kann ich tun?

Es kommt eher selten vor, dass Menschen während der Nebennierenkur zunehmen (1-3 kg). Das hat damit zu tun, dass durch diese Kur das Adrenalin gesenkt wird. Dies ist ein absolut notwendiger Schritt bei der Regulierung von Hormonen. Adrenalin verbrennt – genauso wie Schilddrüsenhormone – sehr viel Fett. Doch die Schilddrüsenhormone steigen manchmal langsamer als Adrenalin sinkt. Manchmal reguliert sich vorher niedriges Kortisol herauf und die Schilddrüse kommt nicht hinterher (Bauchfett). Diese Zunahme reguliert sich meist ganz von alleine wieder.

Wieso sind Nüsse und Samen in der Nebennierenkur nicht erlaubt?

In der Nebennierenkur wird auf alles verzichtet, was die Nebennieren oder den Körper in irgendeiner Form benachteiligen könnte. Nüsse und Samen können zum einen als unentdecktes Allergen wirken, enthalten häufig zu viele Omega-6-Fettsäuren und einige haben außerdem eine östrogenartige Wirkung. Während der Nebennierenkur wird genau aus diesen Gründen auf diese Lebensmittel verzichtet.

Bei welchen Adrenalin- oder Cortisolwerten kann ich die Nebennierenkur machen?

Die Nebennierenkur ist darauf ausgelegt, den Körper dabei zu unterstützen, wieder eine natürliche Cortisolkurve zu erlangen. Dabei ist die Ausgangssituation nicht relevant. Egal, ob das Cortisol dauerhaft zu hoch oder zu niedrig ist, eine Andrenalindominanz besteht oder vielleicht nur der Cortisol-Morgenwert erhöht ist, aber der Rest im Normbereich liegt, die Nebennierenkur kann immer durchgeführt werden

Fragen zur Nebennierenschwäche

Kann eine Nebennierenschwäche wetterfühlig machen?

Ja. Die Nebennieren sollten uns normalerweise resistent gegen Umwelteinflüsse machen (Stress = jede Ursache, die dazu führt, dass das innere Milieu im Menschen verändert wird). Schwächeln die Nebennieren, werden wir wetterfühlig, geräusch- und lichtempfindlich, anfällig für Infekte und unsere Körperfunktionen können sich nicht gut regulieren (z.B. Blutzucker). 

Kann eine Nebennierenschwäche Depressionen und Angststörungen verursachen?

Nein, sie kann sie aber fühlbar machen. Stresshormone drücken diese Gefühle normalerweise weg. Reduzieren sich Stresshormone, dann fühlt man das, was wirklich da ist. 

WIe lange dauert es, bis es den Nebennieren wieder besser geht?

Das kommt auf den Grad der Nebennierenschwäche an und darauf, wie viele Veränderungen man in sein Leben bringt, die die Nebennieren entlasten. Gönnt man sich „nur“ Urlaub und Ruhe, können das unter Umständen Jahre sein bzw. man kommt aus dem Loch nicht mehr raus. Erschöpfte Nebennieren sind immer ein Zeichen einer mangelhaften Energiebilanz. Während Entlastungsmaßnahmen enorm wichtig sind, muss bei fortgeschrittener Nebennierenschwäche immer auch noch an der Energieproduktion des Körpers gearbeitet werden. Somit besteht die sinnvolle Therapie einer fortgeschrittenen Nebennierenerschöpfung aus einer Kombination aus mehreren Maßnahmen, für die die Nebennierenkur eine hervorragende Grundlage bietet. 

Verbesserungen einer leichten Nebennierenschwäche kann man unter Umständen bereits nach ca. 12 Wochen deutlich fühlen. 

Starker Drehschwindel durch eine Nebennierenschwäche?

Die Nebennierenschwäche trägt sicher dazu bei. Doch bei sehr starkem Drehschwindel sollten dringend auch neurologische Ursachen usw. ausgeschlossen werden. Es könnte auch ein Thema der frühkindlichen Reflexe sein. 

Eine Nebennierenschwäche kann im Prinzip jedes Symptom verstärken bzw. auslösen. Das heißt nicht, dass die Ursache des Symptoms immer in den Nebennieren liegt. Doch schwache Nebennieren sorgen dafür, dass das, was vorher schlecht war, noch schlechter wird. Oft wird man so erst auf Problempunkte aufmerksam, die man vorher gar nicht wahrgenommen oder aber ignoriert hat. Aus unserer Sicht beginnt jede Therapie, insbesondere in Bezug auf das Hormonsystem, immer mit einer Stärkung der Nebennieren.